Von der Grünen Tonne zum GÜTErsloher KOMPOST

Kompostwerk und Biogasanlage – warum?

Das Recycling von organischen Materialien durch Vergärung und Kompostierung ist vorbildlicher Umweltschutz. Bis zu 40 % wertvolle organische Abfälle im Kreis Gütersloh können durch Vergärung und Kompostierung wiederverwertet werden. Die KOMPOTEC Kompostierungsanlagen GmbH betreibt im Auftrag des Kreises Gütersloh das Kompostwerk mit Biogasanlage in Gütersloh. Natürliche kompostierbare Abfälle aus Haushalt und Garten, die in der Grünen Biotonne gesammelt werden, und sonstige direkt am Werk angelieferte Grünabfälle werden dort seit 1993 zu hochwertigem Kompost verarbeitet, jährlich bis zu 65.000 t.
Nach Erweiterung des Kompostwerkes im Jahr 2011 um eine vorgeschaltete Vergärungsstufe können wir eine Teilmenge von 30.000 t je Jahr zusätzlich energetisch nutzen. Mit dem erzeugten grünen Strom können etwa 1.600 Haushalte dauerhaft versorgt werden. 

Die aktuelle KOMPOTEC-Broschüre mit weiterführenden technischen Informationen zum Standort Gütersloh finden Sie hier.

Kompostwerk Gütersloh

KOMPOTEC Kompostierungsanlagen GmbH

Am Stellbrink 25
33334 Gütersloh

Telefon: +49 5241 9229-0
E-Mail: guetersloh(at)kompotec.de

Wie wird aus Bioabfall Kompost und Biogas?

Anlieferung 

Das Kompostwerk mit Biogasanlage in Gütersloh verarbeitet Bioabfälle aus der getrennten Bioabfallsammlung und Grünabfälle aus Hausgärten, öffentlichen Anlagen und dem Garten- und Landschaftsbau. Die Bioabfälle werden in einer geschlossenen Annahmestelle und Grünabfälle auf offenen Lagerflächen angeliefert.
 

Aufbereitung

Mehrstufige Aufbereitung durch selektive Zerkleinerung, zweifache Siebung und Metallabscheidung. Störstoffe werden so weitestgehend beseitigt. Dann erfolgt bei Bedarf eine gezielte Mischung des Bioabfalls und der Grünabfälle.

Vergärung (Trockenfermentation)

Als ideale Vorstufe für den nachgeschalteten Kompostierungsprozess wurde das BEKON-Verfahren speziell für die Vergärung von festen Bioabfällen entwickelt. In neun sogenannten Fermentertunneln werden pro Jahr 30.000 t Bioabfall unter Luftabschluss für drei Wochen einem Vergärungsprozess unterzogen. Das Ergebnis ist energiereiches Biogas mit etwa 55 % Methangehalt, das vor Ort in einem Blockheizkraftwerk zur regenerativen Stromerzeugung und Einspeisung in das öffentliche Netz verwendet wird. Die gleichzeitig erzeugte Wärme dient der nachfolgenden Konditionierung und Trocknung der Gärrückstände.

Weitere Informationen über das BEKON-Verfahren finden Sie hier

Intensivrotte (Kompostierung)

Der Gärrückstand wird mit dem verbleibenden Teil der frisch angelieferten Bioabfälle und den zuvor über einen Shredder aufbereiteten Gartenabfällen gemischt und in acht Kompostierungstunneln weiterbehandelt. Ziel dieser aeroben Behandlungsstufe ist der weitere Ab- und Umbau der Organik zum Humus und die Wassergehaltsminderung. Die hohen Kompostierungstemperaturen sorgen für eine zuverlässige Hygienisierung aller Inputmaterialien. Durch die Messung und automatische Regelung aller erforderlichen Prozessparameter wie Mietenstaudruck, Umluft- und Frischluftanteile, Luftmengen, Temperatur und Sauerstoffgehalt wird eine sehr effiziente Kompostierung mit vergleichsweise kurzer Behandlungsdauer sichergestellt.

Aufbereitung

In der abschließenden Kompostaufbereitung wird mittels Absiebung ein feinkörniges und ausgereiftes Kompostprodukt gewonnen. 
 

Ergebnis

Am Ende der Vergärung und Kompostierung steht ein wertvoller organischer Dünger und Humuslieferant für die Bodenverbesserung. Regelmäßige externe Laborkontrollen belegen die hohe Qualität des Kompostes und sichern fortlaufend die Kennzeichnung mit dem RAL-Gütezeichen.

Weitere Informationen zu unserem GÜTErsloher KOMPOST erhalten Sie hier