Von der Grünen Tonne zum GÜTErsloher KOMPOST

Ein wichtiger Beitrag zum Umweltschutz 

 

 

 

 

 

 

 

Kompostwerk und Biogasanlage – warum?

Das Recycling von organischen Materialien durch Vergärung und Kompostierung ist vorbildlicher Umweltschutz. Bis zu 40 % – kompostierbare Materialien aus kommunalen Grünanlagen eingeschlossen – des jährlich anfallenden Abfalls im Kreis Gütersloh können durch Vergärung und Kompostierung wiederverwertet werden. Die KOMPOTEC Kompostierungsanlagen GmbH betreibt im Auftrag des Kreises Gütersloh das Kompostwerk mit Biogasanlage in Gütersloh. Kompostierbare organische Stoffe aus Haushalt und Garten, die in der Grünen Kompost-Tonne gesammelt werden, und sonstige Grünabfälle werden dort seit Mitte 1993 zu hochwertigem Kompost verarbeitet, jährlich bis zu 65.000 t.

Die aktuelle KOMPOTEC-Broschüre finden Sie hier

Der Bio-Kreislauf

Von der Grünen Kompost-Tonne
zum GÜTErsloher KOMPOST:

  • organische Abfälle
  • selber Kompostieren oder Grüne Kompost-Tonne
  • Sammelfahrzeug
  • Kompostwerk mit Biogasanlage
  • 1. Schritt - Waage für Gebührenermittlung
  • 2. Schritt - Aufbereitung/Zerkleinerung/Siebung/Fremdstoffabscheidung
  • 3. Schritt - Vergärung
  • 4. Schritt - Konditionierung und Intensivrotte
  • 5. Schritt - Rotte
  • 6. Schritt - Sieben
  • 7. Schritt - Lagern
  • 8. Schritt - Gütekontrollen und Verkauf
  • Bodenverbesserung und Substratkomponente in Gärten, Parks, Grünanlagen, Baumschulen, Gärtnereien, Landwirtschaft

Wie wird aus Bioabfall Biogas und Kompost?

Anlieferung

Das Kompostwerk mit Biogasanlage in Gütersloh verarbeitet Bioabfälle aus der getrennten Bioabfallsammlung und Grünabfälle aus Hausgärten, öffentlichen Anlagen und dem Garten- und Landschaftsbau. Die Bioabfälle werden in einer geschlossenen Annahmestelle und Grünabfälle auf offenen Lagerflächen angeliefert.

Aufbereitung

Mehrstufige Aufbereitung durch selektive Zerkleinerung, zweifache Siebung und Metallabscheidung. Störstoffe werden so weitestgehend beseitigt. Dann erfolgt bei Bedarf eine gezielte Mischung des Bioabfalls und der Grünabfälle.


Vergärung

Als ideale Vorstufe für den nachgeschalteten Kompostierungsprozess wurde das KOMPOFERM-Verfahren, speziell für die Vergärung von Bioabfällen entwickelt. Hier wird für ca. drei Wochen unter Luftabschluss in neun Fermentertunneln   30.000 t Bioabfall /Jahr einer Vergärung unterzogen. Das Ergebnis ist ein Biogas mit etwa 55% Methangehalt, das vor Ort in einem Blockheizkraftwerk zur Stromeinspeisung in das öffentliche Netz eingesetzt wird.

  

 

 

 

 

 

   

 

  

 

 

 

 

 

Weitere Informationen über das KOMPOFERM-Verfahren erhalten Sie hier

Konditionierung und Intensivrotte 

Der halbfertige Kompost (Gärrückstand aus dem Kompofermverfahren) wird mit aufbereiteten Bioabfällen und Grünabfällen gemischt und in acht Rottetunneln weiterbehandelt. Ziel dieser aeroben Behandlungsstufe ist der weitere Organikumbau zum Humus, die Wassergehaltsminderung sowie die vollständige Hygienisierung aller Ausgangsstoffe durch eine gezielte Intensivrotteprozessführung. 

 

 

 

 

 

  

 
  
 
 
 
 
 
 
 
 
  
  

Rotte

Über Förderbänder und eine fahrbare Eintragsbrücke wird das Material aus der Intensivrotte automatisch zu einer Tafelmiete aufgesetzt. Dieser Tafelmietenkörper wird dann nach dem Prinzip der Wandermiete mit der Bühler-Umschichtmaschine Wendelin umgeschichtet. Das Rottegut wird somit in einem Arbeitsgang umgeschichtet, homogenisiert, belüftet, aufgelockert und befeuchtet. Hier erfolgt die Einstellung des gewünschten Reifegrades. Über Förderbänder wird der Kompost zur Absiebung und Lagerung ausgetragen.



Der gesamte Prozess läuft in einer vollständig eingehausten Halle ab und der Mietenkörper wird durch eine Belüftung mit Sauerstoff versorgt. Die gesamte Abluft wird über ein Biofiltersystem desodoriert, um eine Geruchsbelastung der Umgebung auszuschließen.

Während der Kompostierung in der Rotte bauen Mikroorganismen das organische Material unter Verbrauch von Sauerstoff zu Wasser, Kohlendioxid und Mineralstoffen ab, wobei Wärme frei wird. Die Erhitzung auf Temperaturen von bis zu 70 °C gewährleistet eine Hygienisierung des Rottegutes. Unkrautsamen werden zuverlässig abgetötet. Von dem eingesetzten Material bleiben bis zum fertigen Kompost ca. 40 % der Masse übrig.

Aufbereitung/Lagern

In der Kompostaufbereitung wird der Fertigkompost durch ein Trommelsieb mit der Korngröße 0 bis 12 mm hergestellt.

Ergebnis

Am Ende dieser vergärung und  Kompostierung steht ein wertvoller Humusdünger, der ständigen Qualitätskontrollen unterzogen wird und das RAL-Gütezeichen "Kompost" trägt.

Weitere Informationen erhalten Sie hier